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21. Juni 2007 01:28 Alter: 3 yrs

21-06-2007 ecopower auf der Intersolar 2007: Kleine Gas-Blockheizkraftwerke mit besserer CO2-Bilanz als Atomkraftwerke

 

Ganzheitliche Betrachtung des Lebenszyklus / Erhebliche Treibhausgasemissionen durch Urangewinnung für AKWs / Wärmeerzeugung für Vergleichbarkeit einbeziehen / Kleines Gas-BHKW emittiert weniger CO2 als AKW und Ölheizung / Umwelt-schonende Technik mit hoher Effizienz / Massiver Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung vorgesehen

Freiburg / Gera – Die dezentrale Strom- und Wärmeversorgung mit kleinen Gas-Blockheizkraftwerken verursacht insgesamt weniger CO2-Emissionen als die getrennte Erzeugung von Strom in einem Atomkraftwerk und Wärme mit einer Ölheizung. Dies meldete die PowerPlus Technologies GmbH vor dem Hintergrund einer kürzlich vom Öko-Institut e. V., Darmstadt veröffentlichten und vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie zur Intersolar Freiburg 2007. „Eine ganzheitliche Betrachtung der CO2-Emissionen von Energieprozessen zeigt, dass die fossile Kraft-Wärme-Kopplung ähnlich geringe Werte wie die Atomkraft erreicht und kleine Gas-Blockheizkraftwerke im direkten Vergleich sogar besser dastehen können“, erläutert Michael Boll, Geschäfts-führer des Unternehmens aus Gera. „Damit wird die hohe Bedeutung kleiner Blockheizkraftwerke für den Klimaschutz noch einmal unmissverständlich herausgestellt. Die Anlagen tragen aufgrund ihrer hohen Effizienz nicht nur zur Senkung der Energiekosten bei, sondern weisen als Umwelttechnologie auch eine hervorragende CO2-Bilanz auf.“

Um die Treibhausgasemissionen von verschiedenen Technolo-gien zur Energiebereitstellung zu ermitteln, muss laut der Studie der vollständige Lebenszyklus von der Primärenergiegewinnung bis zum Energieertrag betrachtet werden. So verursache zwar der Betrieb von Atomkraftwerken keine direkten CO2-Emissionen – bei der Urangewinnung jedoch würden zum Teil erhebliche Mengen Treibhausgas frei gesetzt. Um die Emissionen eines Atomkraft-werks mit denen eines Blockheizkraftwerks direkt vergleichen zu können, müsse darüber hinaus auch die Wärmeerzeugung mittels Öl- oder Gasheizung berücksichtigt werden. Unter diesen Voraussetzungen ermittelte die Studie für ein kleines Gas-Blockheizkraftwerk einen Ausstoß von lediglich 747 Gramm CO2 – während die Kombination von Atomstrom und Ölheizung 772 Gramm erzeugt (jeweils bezogen auf die Produktion von 1 kWh Strom und 2 kWh Wärme).

Angesichts dieser Ergebnisse fällt auch die Bilanz von Bundes-umweltminister Sigmar Gabriel eindeutig aus: „Aus Klimaschutz-gründen brauchen wir also nicht mehr Atomstrom, sondern mehr Kraft-Wärme-Kopplung.“ Bei der Stromerzeugung sei der massive Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung dementsprechend die wichtigste Maßnahme zur Realisierung des 40%-CO2-Minderungsziels der Bundesregierung. Hierzu soll der Anteil der effizienten Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 auf 25% verdoppelt und so 20 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Der Mini-BHKW-Hersteller aus Gera wurde Anfang 2004 als 100%ige Tochter der Vaillant Group gegründet. Mit dem leis-tungsmodulierenden ecopower Mini-BHKW verfügt das Unter-nehmen nach eigenen Angaben über eines der fortschrittlichsten Geräte am Markt und konnte sich damit innerhalb kurzer Zeit im Segment von 5 kW elektrischer Leistung als Technologieführer etablieren. Die patentierte Leistungsmodulation gestatte es dem Mini-BHKW sich im Bereich von 1,3 bis 4,7 kW elektrisch und 4,0 bis 12,5 kW thermisch jederzeit an den aktuellen Energiebedarf anzupassen und ermögliche so eine bis zu 60% höhere Strom-produktion als bei Geräten mit konstanter Leistung. Durch den Einsatz des kleinen, kompakten Kraftwerks ließen sich Energie-kosten in beträchtlichem Umfang einsparen, der Primärenergie-verbrauch eines Objektes um etwa ein Drittel reduzieren und der CO2-Ausstoß um bis zu 60% verringern.


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